St. Nikolaus Kirche

goeggingen aussen kl

Die Kirche Göggingens hat eine lange Geschichte. Für die religiöse Betreuung hat seinerzeit sicher schon sehr früh das Kloster Reichenau gesorgt. Die Gründungszeit der Pfarrei ist um 1100 zu datieren. Im Steuerregister des Jahres 1275 ist Göggingen bereits als selbstständige Pfarrei aufgeführt. In Göggingen kaufte das Kloster Wald im 15. Jahrhundert den Groß- und Kleinzehnten. Nach dem Registrum subsidii charitativi der Diözese Konstanz im Jahr 1463 und dem von 1508 war die Kirche Göggingen Kloster Wald inkorporiert. Im 16. Jahrhundert, zu Zeiten der Grafen von Zimmern, gehört Göggingen dem Pfarrsprengel des Meßkircher Dekanats in der Klasse des Ecclesiae mediocres (der Mittleren) an. Im Laufe der Zeit erhielten manche der Filialdörfer eigene Kirchen mit Pfarrrechten, so auch Göggingen.

Das erste Kapellchen stand im Unterdorf. Eine alte Grablege im Garten des Käpplerhofes, der einst um die heute verschwundene Kapelle angelegt war, ist ältestes Zeugnis für die Seelsorge in Göggingen. Um 1200 wurde die erste Kirche auf dem heutigen Kirchplatz errichtet. Der heutige barocke Kirchenbau stammt aus den Jahren 1805 und 1806 nach der Säkularisation, deren Turmunterteil stammt noch der früheren, nämlich aus dem Jahre 1696. Interessant und wertvoll ist auch das Christusbild des Hochaltars, das Christus ohne Dornenkrone darstellt und aus dem Jahr 1750 stammt.

Die an der Ostseite der Kirche angrenzende Grünfläche wurde bis 1836 als Friedhof genutzt, und im Jahr 1874 geschlossen. 1836 wurde für den Pfarrort Göggingen der bis heute in Benutzung befindliche Friedhof erbaut.

Über dem Türsturz des früheren Pfarrhauses ließ man einen Wappenstein ein mit der Jahreszahl 1668 und den Inititalen M S V B A Z W - Maria Salome von Bernhausen Äbtissin zu Wald - ein Verweis auf das Kloster Wald als langjährigem Inhaber der Zehntherrschaft in Göggingen. Der alte Türsturz wurde in die Wand am Eingang des neuen Pfarrhauses eingelegt, das 1894/95 direkt neben der Pfarrkirche St. Nikolaus entstand. Heute ist im Pfarrhaus die katholische öffentliche Bücherei untergebracht.

Bei der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg nach 1973 wurde Göggingen dem Dekanat Sigmaringen angeschlossen.

Von Pfingsten 2007 bis Juni 2008 wurde die Kirche im Innenraum, das Dach und die Fassade renoviert.

Quelle: Wikipedia

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